BF2 — die einfachste Stufe
Ein BF2-Fahrzeug sichert einen Großraum- oder Schwertransport nach hinten ab. Es hat keine Wechselverkehrszeichenanlage, sondern ein gelbes Rundumlicht sowie Funk- und Telefonausstattung. BF2 kommt bei Transporten zum Einsatz, deren Abmessungen oder Gewicht noch keine zusätzliche Verkehrszeichenanzeige erfordern.
BF3 — Wechselverkehrszeichen nach hinten
Ein BF3-Fahrzeug verfügt zusätzlich über eine Wechselverkehrszeichenanlage (WVZ), die nach hinten projiziert wird. Sie kann drei Verkehrszeichen anzeigen: Zeichen 101 (Gefahrstelle), Zeichen 276 (Überholverbot für Kraftfahrzeuge aller Art) und Zeichen 277 (Überholverbot für Kraftfahrzeuge über 3,5 t). Damit warnt und reguliert das Fahrzeug den nachfolgenden Verkehr aktiv, statt nur sichtbar zu sein.
Wer ein BF3-Fahrzeug führt, braucht einen gültigen Berechtigungsausweis (BF3-Ausweis). Dieser wird über eine zweitägige Erstschulung der Bundesfachgruppe Schwertransporte und Kranarbeiten (BSK) e. V. erworben und muss alle zwei Jahre durch eine eintägige Nachschulung erneuert werden.
BF3plus und BF4 — Rundumsicht in alle Richtungen
BF3plus- und BF4-Fahrzeuge gehen einen Schritt weiter: Ihre Wechselverkehrszeichenanlage projiziert nicht nur nach hinten, sondern in alle Richtungen — vorne, hinten und seitlich — und kann bis zu elf verschiedene Verkehrszeichen anzeigen. Diese Fahrzeuge müssen durchgehend leuchtgelb (RAL 1016) lackiert sein und dürfen keine Werbung, Firmennamen oder Fahrzeugembleme tragen. Für BF3plus und BF4 gilt außerdem eine Aufzeichnungspflicht, mit der sich im Nachhinein belegen lässt, dass die richtigen Zeichen zur richtigen Zeit angezeigt wurden.
Die fachlichen Voraussetzungen für BF3plus entsprechen denen für BF3 — die zusätzlichen Inhalte werden im Rahmen der regulären BF3-Schulungen mit vermittelt.
Warum die Unterscheidung für die Disposition wichtig ist
In der täglichen Planung entscheidet die geforderte Begleitkategorie, welches Fahrzeug und welcher qualifizierte Fahrer für einen Auftrag überhaupt infrage kommen. Wird das falsch zugeordnet, drohen kurzfristige Umdisposition oder — im schlechteren Fall — ein Einsatz, der die Auflagen der Genehmigung nicht erfüllt.
Genau deshalb lohnt es sich, Fahrzeugkategorie und Fahrerqualifikation nicht nur im Kopf, sondern strukturiert zu führen: In Vivid Data ist jedem Fahrzeug und jedem Fahrer die passende Berechtigung hinterlegt, sodass bei der Einsatzplanung automatisch nur passende Kombinationen vorgeschlagen werden — statt manuell zu prüfen, wer welchen Ausweis wann erneuern muss.
Fahrzeuge, Fahrer und Berechtigungen an einem Ort
In einer kostenfreien Prozessanalyse zeigen wir, wie sich Fahrzeugkategorien und Fahrerqualifikationen in Vivid Data abbilden lassen — auf Basis eures Fuhrparks.
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